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VDAX Chartanalyse (Volatilitätsindex)

Analyse vom: 30.06.2010
Analyst: Andreas Sommer
Kurs: 25,41


Die Schwankungsbreite eines Marktes oder einer Aktie bezeichnet man als Volatilität. Die Volatilität ist mithin Ausdruck des Unsicherheitsgrades der Marktteilnehmer und somit ein Sentimentindikator. Der Volatilitätsindex VDAX misst täglich die Schwankungsbreite im DAX, dem europäischen Leitindex. 

Der Chart zeigt die wöchentliche Kursentwicklung des Volatilitätsindex VDAX im Vergleich zum DAX von 1996 bis zum Analyse-Zeitpunkt unter Verwendung einer logarithmischen Skalierung der Preisachse.




VDAX gegen DAX von 1996 bis 2010, Wochenchart


Technische Analyse des Wochencharts

Der Volatilitätsindex VDAX lässt sich grob in Zonen einteilen: Werte bis 15 ("Aufwärtstrendzone") werden in der Regel in bullishen, also stark aufwärts gerichteten Marktphasen erreicht. Der Bereich zwischen 15 und 20 ist als "neutrale Zone" anzusehen. Hier kommt es zu kleineren oder mittleren Auf- und Abwärtsbewegungen. Stärkere Abwärtsbewegungen werden überwiegend von VDAX-Werten über 20 begleitet („Abwärtstrendzone“), sind also bearish einzuordnen. Bei VDAX-Ständen oberhalb von 23 ("Crash-Zone") wächst die Gefahr eines Crashs (bei steigendem VDAX), zumindest jedoch beschleunigt sich in aller Regel die Abwärtsbewegung des Marktes. Ein sinkender VDAX innerhalb der Crash-Zone kann mit kräftigen Aufwärtsbewegungen einhergehen, birgt jedoch das ständige Risiko eines heftigen Rückschlages an den Aktienmärkten.

Der Chart zeigt die tägliche Kursentwicklung des VDAX im Vergleich zum DAX von September 2008 bis zum Analyse-Zeitpunkt unter Verwendung einer logarithmischen Skalierung der Preisachse.




VDAX gegen DAX von 2008 bis 2010, Tageschart 


Technische Analyse des Tagescharts

Bereits Mitte September 2008 stieg der VDAX kräftig an, stieß dabei in die Crash-Zone vor und signalisierte so schon frühzeitig Gefahren für den Aktienmarkt. Tatsächlich brach der DAX 2 Wochen darauf kräftig ein. Am 16. Oktober 2008 erreichte der Index mit 74,00 Punkten einen historischen Höchstwert. Seither bildete sich die Volatilität stetig zurück und belegte damit einen sich deutlich erholenden Aktienmarkt.

Der Ausbruch aus dem seit Oktober 2008 bestehenden Abwärtstrend signalisiert nun ähnliche Gefahren für den Aktienmarkt wie im Jahr 2008: Anfang Mai 2010 wurde der VDAX aus der neutralen Zone in die Crash-Zone katapultiert. Seither notierte er kontinuierlich außerhalb der alten Abwärtstrendlinie und pendelt seither zwischen der Neutralen Zone und der ab 23 beginnenden Crash-Zone. Dies ist ein sehr ernst zu nehmendes Warnsignal.



Diese Analyse ist ein kostenloser Service des "Momentum Trader".

 
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